Ukrainisches Brot

Bei einem Besuch in der Ukraine nützte ich einen Einkauf in Zolotonosa um die Brotvielfalt derUkraine anzusehen und zu verkosten. Eine kleine Bäckerei zu finden die noch selber bäckt war mir leider nicht vergönnt.

„Schlecht lebt es sich in Paris, Bruder: Man weiß nicht, was man essen soll, um Schwarzbrot bittest du hier vergebens.“ So lauten die Worte des russischen Grafen Scheremetjew an den russischen Dichter Alexander Puschkin im Jahre 1836.

 

Was wohl Scheremetjew und Puschkin heute zur Brotvielfalt in der heutigen Ukraine und in Russland sagen würden? Ich will nicht sagen, dass Brot dort heute schlecht wäre, aber gutes schwarzes Brot zu finden ist schwierig. Wenn, dann hat es in den meisten Fällen eine unangenehme Säure. Die Haltbarkeit lässt ebenfalls zu wünschen übrig. Vergeblich versuchte ich ein Borodinskii Chleb oder ein Kiewer Schwarzbrot zu finden, die zum Teil mehrere Vorteige, Sauerteige und dergleichen benötigen. Die tollen Rezepte der Zarenzeit, die ich liebe,  scheinen in Vergessenheit geraten zu sein. Die Brotvielfalt spiegelt den Geschmack der Sowjetzeit, als weißes Brot Wohlstand symbolisierte.

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