Rezension: ‚Brot backen- wie es nur noch wenige können‘ von Christine Metzger und Elisabeth Ruckser

Vor kurzem erreichte mich vom Servus Verlag die 2. Auflage von ‚Brot backen wie es nur noch wenige können‚.

Was bietet dieses Buch?

Es ist nicht ein klassisches Brotbackbuch, welches mit vielen Rezepten aufwartet, im Gegenteil. Es beleuchtet den Weg und die Zeit des Brotes. Besonders gut gefällt mir hier eine Frage: Welche Entwicklung hat den Gang der Weltgeschichte besonders verändert? World Wide Web, Computer, Fernsehen, Eisenbahn…? Die Antworten sind hier sicher vielfältig, doch auch ich denke bei genauerer Betrachtung, dass Brot hier eine viel grundlegendere Rolle inne hat!

Mehrere Geschichten und Anekdoten über Landwirtschaft, Müller, Bäcker und Brauchtum sind interessant und kurzweilig zu lesen. Gastautoren aus der ‚Szene‘ wie Roswitha Huber und Lutz Geissler bereichern zusätzlich die eine oder andere Seite.

Sehr informativ sind die Beschreibungen der einzelnen Getreide- und Pseudogetreidearten. Hier kannst du erfahren welche Eigenschaften das Korn hat, Bilder wie es aussieht, wozu es verwendet wird, aber auch ab und an zusätzliche Info die nicht unbedingt erwartet wird. Ich wusste bis jetzt nicht, dass Amaranth schon als Astronautennahrung verarbeitet wurde.

17 Rezepte sind ebenfalls im Buch abgedruckt. Sie stammen von Fritz Potocnik. Er ist Bäcker und zusammen mit Elisabeth Ruckser betreibt er eine Brotbackschule im Waldviertel. Seine Rezepte sehen großteils ganz ansprechend aus, jedoch muss ich dazusagen, dass ich mit dem Nachbackrezept (ausgesucht von meinem Töchterchen) meine Probleme hatte. Beim Erdäpfelbrot hätte ich mir etwas weniger Germ/Hefe gewünscht. Außerdem war zusätzliche Schüttflüssigkeit nötig. Ich kann jedoch nicht sagen ob die Orginal- Erdäpfel /Kartoffel so feucht waren, so dass eine Verarbeitung möglich war oder ob die Angabe einfach vergessen wurde. Um eine weiche Krume zu bekommen verwendete ich zusätzlich noch 120 Gramm Milch.

Das Rezept dazu findet ihr hier!

Dieser Kritikpunkt wiegt für mich aber nicht allzu schwer, da die Rezepte nur ein kleiner Teil sind. Der Löwenanteil ist Information rund um das Thema Brot. Gut geschrieben und schöne Fotos auf qualitativ hochwertigem Papier. Es sollte bei jedem Brotenthusiasten ein kleines Platzerl im Regal bekommen.

Titel: Brot backen wie es nur noch wenige können
Verlag: Servus
ISBN: 978-3710401695
Preis: € 25
Gebundene Ausgabe 216 Seiten, E-Book Version ebenfalls erhältlich!

Mein herzlicher Dank gilt dem Servus-Verlag für die Bereitstellung!

3 Gedanken zu “Rezension: ‚Brot backen- wie es nur noch wenige können‘ von Christine Metzger und Elisabeth Ruckser

  1. Pingback: Erdäpfelbrot nach Fritz Potocnik | Lust auf Brot

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