Rezension: Sauerteig – Glück vermehrt sich in 4 Tagen

Sauerteig ist ein hausgemachtes Backtriebmittel. Sauerteig ist eine Lebensphilosophie im Glas.

goernemannSauerteig braucht Zeit, Geduld, Muße, passende Umgebung. Er möchte gepflegt und umsorgt werden wie ein kleines Haustier oder ein grünes Gewächs. Vergisst du ihn zu füttern, stirbt er. Umsorgst du ihn ist er das beste, günstigste und schmackhafteste Triebmittel im Brot. Mir gefällt die Aussage der Lebensphilosophie… Weiterlesen

Rezension: ‚Französisch Backen‘

Aurélie Bastian ist in der Backszene vielen ein Begriff. Sie schrieb Bücher über Macarons, Tartes etc. Daher freute ich mich, als ich ‚Französisch BACKEN‚ von ihr zum rezensieren bekam.franzbackenWie immer blättere ich zu allererst durch das Buch und lasse mich von den Bildern inspirieren. Die Bilder sind makellos.
Eingeteilt ist das Buch in Tipps und Tricks, Frühstück, Gebäck, Kaffeezeit und Besondere Anlässe. Im ersten Teil gefällt mir besonders, dass die Autorin beschreibt, dass sie Butter der Margarine vorzieht, echte Vanille und Produkte aus der Region benutzt, und und und.
Bei den weiteren Tipps und Tricks bin ich leider nicht mit allen Aussagen einverstanden. Ein Beispiel dafür: Sollte ich mein Brot mit Ober-/Unterhitze backen oder mit Umluft? Im Buch wird Umluft empfohlen, da sich die Luftfeuchtigkeit besser verteilen würde. Meine Erfahrung zeigte mir jedoch genau das Gegenteil. Die Luft trocknet das Gebäck umso mehr aus.
Dem Sauerteig ist ebenfalls eine Seite gewidmet. Ein Sauerteig erlangt durch Hefepilze aus der Luft seine Triebkraft. Diesen erstmals zu ziehen benötigt Zeit, viel Zeit und zusätzlich etwas Mehl und Wasser. Leider wird hier der Sauerteig im Eiltempo mit Hefe zubereitet.
Bei französisch backen dachte ich aber zu allererst an eines: Baguettes – knusprig, krachende Kruste und danach eventuell etwas gesalzene Butter darauf. Um dieses zu erreichen ist wieder viel Zeit notwendig – um ein orginal französisches Baguette zu backen mindestens einen, besser zwei Tage. Getrieben wird dieses Gebäck normalerweise mit einem Krümelchen Hefe. In dieser Angabe jedoch mit einem Würfel (42 Gramm) für 500 Gramm Mehl! Dies entspricht zirka 8 Prozent Hefe bezogen auf die Mehlmenge! Viel zu viel des Guten.
Aus diesem Grund nehme ich Abstand davon dieses Baguetterezept nachzubacken, da ich eine Hefemenge von mehr als 2% im Gebäck als Qualitätseinbuße empfinde.
Der beste Teil des Buches liegt eindeutig in der Patisserie. Tartes, Nonnettes, Fruchtkuchen und ähnliche Leckereien sind Frankreich näher!

Fazit

Optisch ist dieses Buch ein Knaller. Schöne großformatige Fotos beeindrucken. Leider kann der Inhalt den hohen Erwartungen nicht gerecht werden. Einige gravierende Fehler sind leider vorhanden. Am besten Gebäcke beiseite lassen und die süße Seite Frankreichs genießen!

Titel: FRANZÖSISCH BACKEN
Verlag: Südwest Verlag
ISBN: 978-3517095332
Preis: € 19,99
Gebundene Ausgabe 176 Seiten

Vielen Dank an den Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars!

 

Kinderbuch: Das große Buch vom Brot

Heute gibt es kein Rezept, kein traditionelles Backbuch, keine Neuigkeiten zum Thema Brot. Dieser Artikel ist ganz meinen allerjüngsten Lesern gewidmet.buchbrot

Habt ihr euch auch schon einmal vor Augen geführt, dass es für Kinder (vor allem in der Stadt) schwierig ist zu erfahren woher die Lebensmittel stammen. Michael Knoll und Martin Bodenstein vermitteln dieses Thema schön illustriert in einer Kindergeschichte.

Leseprobe:scan 1


Die Müllerin wohnt nicht weit weg vom Weizenfeld, damit sie immer frischen Weizen hat, aus dem sie Mehl machen kann. „Hallo, wer seid ihr denn?“, empfängt sie die Gäste. „Wir sind Isabella, Pia, Ella, Max und Hase, und wir wollen Brot backen. Aber dafür brauchen wir Mehl“, sagt Pia. Sie lernt gerne neue Menschen kennen.
„Da kann ich euch helfen“, lacht die Müllerin und bittet alle in ihre Mühle.
„Ich sehe, ihr habt Weizen mitgebracht, sehr gut.“ Und sie beginnt zu erzählen, wie aus Weizen Mehl wird. Nach der Ernte und dem Dreschen muss man die Spreu vom Weizen trennen, also die Weizenkörner vom Rest. Denn nur die Körner braucht man fürs Mehl. Am besten macht man das mit einer sogenannten Worfel.“
„Worfel?“, fragt Pia und lacht. „Das klingt ja witzig.“
Die Müllerin zeigt ihnen, wie man die Worfel, einen flachen Korb, verwendet. Jeder darf es ausprobieren: Man schwingt sie hin und her, die leichte Spreu fliegt links und rechts aus dem Korb heraus und im Korb bleiben die Körner übrig.
„Die Spreu kann man auch mithilfe von Maschinen trennen“, erklärt die Müllerin, „aber wir haben heute ja Zeit und so seht ihr genau, wie Mehl entsteht.“
Schließlich haben sie genug Körner gesammelt.
„Und jetzt?“, fragt Ella.

Falls Ihr Kinder jetzt Lust auf Brot bekommen habt, findet ihr ein Rezept hinten im Buch, oder ihr stöbert in meiner Rezeptsammlung!

Fazit: Tolles Kinderbuch!

Titel: Das große Buch vom BROT
Autor: Michael Knoll
Verlag: G&G Verlag
ISBN: 978-3-7074-2118-7
Preis: € 14,95
Gebundene Ausgabe 32 Seiten

Vielen Dank dem G&G Verlag für das Ansichtsexemplar!

Schremser Bierbrezen

Ich bin beim einkaufen immer wieder auf der Suche nach Neuem. Neue Geschmäcker bringen Vielfalt. Unter anderem wollte ich diesmal Bier. Und ich fand Roggenbier der Schremser Brauerei. Nie getrunken, Bio Qualität und aus der Region. Ein absolutes Muss für mich zu kosten… Da ich genug eingekauft habe, opferte ich eines für Gebäck. Mit Sicherheit nicht das letzte Mal…  bierbreze Weiterlesen